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29. März 2016

Stenzel: Wiens UNESCO-Weltkulturerbe wackelt bedenklich

Beängstigender UNESCO-Bericht liegt vor

Der Bericht über den Zustand des Weltkulturerbes in Wien liegt vor und stellt der Bundeshauptstadt ein äußerst schlechtes Zeugnis aus, wie aus bestens informierten Kreisen zu hören ist. Der UNESCO-Emissär Barbato, welcher vergangenen Herbst in Wien zu einem Hearing eingeladen war, kritisiert sowohl die derzeitige Hochhausrichtlinie als auch den Masterplan Glacis und die Situation in der Inneren Stadt insgesamt. "Es ist bezeichnend und skandalös, dass dieser Bericht bis dato unter Verschluss gehalten wird", sagt die Wiener FPÖ-Gemeinderätin Ursula Stenzel.

Peinlich ist diese besorgniserregende Entwicklung insbesondere für die grüne Planungsstadträtin Vassilakou, welche offenbar bereits grünes Licht für den umstrittenen Hochhausbau auf dem Gelände des Wiener Eislaufvereines geben möchte und - wie man hört - die Absicht hat, die dazu nötige Umwidmung durchzupeitschen. Der zweite Skandal ist, dass die für das Monsterprojekt erforderliche SUP (Strategische Umweltprüfung) offenbar verzögert bzw. verhindert werden soll. Stenzel fordert daher Offenheit und Transparenz, auf welche sich die Vizebürgermeisterin bei anderen Projekten, wie etwa am Schwedenplatz, oft und gerne beruft.

Der Barbato-Bericht sollte daher von SPÖ-Kulturminister Ostermayer, in dessen Zuständigkeit er fällt, sofort öffentlich zugänglich gemacht werden. Vassilakou und die Baudirektion müssen zu diesem Bericht umgehend Stellung beziehen und beim Hochhausprojekt am Eislaufverein auf die Notbremse steigen. "Wenn Rot-Grün weiter nur auf den Profit von Immobilieninvestoren statt auf unser historisches Stadtbild schaut, ist der UNESCO-Welterbestatus nämlich schon bald Geschichte", warnt Stenzel.

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